Kallaste / Alatskivi / Elistvere / Tartu

186 km

Kallaste


Das Wetter ist heute wieder sehr vielversprechend. Wir fahren nach Kallaste und parken an der Hauptstraße beim Postamt. Daneben ist eine Touristinfo, die free wifi anbietet. Ich nutze die Gelegenheit, um eingegangene SMS und Mails zu prüfen.

Der Ort ist nicht sehr groß und wird überwiegend von Holzhäusern geprägt.
Am See soll rote Sandsteinküste zu sehen sein, also laufen wir die paar Schritte zum Seeufer.

Alatskivi


Bis Alatskivi sind nur ein paar km zu fahren. Das dortige Schloss (1880-1885) ist schnell gefunden. Es ist eine Kopie des schottischen Schlosses Balmoral und heute ein Museum. Nachdem wir das hübsche Gebäude von außen betrachtet haben, beschließen wir, das Museum zu besuchen.

Empfangen werden wir von einer netten jungen Dame, die uns 5€ p/P abnimmt und einen Schlossplan in die Hand drückt.
Zuletzt nehmen wir uns das Kellergeschoss vor. Hier ist ein Wachsfiguren-Kabinett, in dem Herrschaft und Dienerschaft des Schlosses ausgestellt sind.

In weiteren Räumen wird Handwerk gezeigt und man darf es auch selbst ausprobieren.

Elistvere - Loomapark


Unser Navi führt uns über Pisten nach Elistvere zum Loomapark, einem kleinen Zoo. Eintritt 3,20€ p/P. Wir genießen das schöne Wetter und schlendern in aller Ruhe durch den Park. Tatsächlich präsentiert sich hier auch ein Elch.

Tartu


Eine Stunde später sind wir in Tartu und haben einen Parkplatz gefunden. Auch hier werden Parkgebühren erhoben, jedoch nur an Werktagen und heute ist Sonntag.

Wir steigen einen Hügel hinauf und stehen vor der alten Kathedrale (Dom), bzw. vor deren Ruine. Da die Außenmauern zum größten Teil erhalten sind, ist diese Ruine noch immer imposant. Ein kleiner Teil ist renoviert und dient der Universität.
Über die Teufelsbrücke, erbaut 1913 (es gibt auch eine Engelsbrücke) gehen wir, vorbei am alten Anatonikum (1803-1805), zur Sternwarte. Für 3€ p/P dürfen wir das darin befindliche Museum besichtigen.

Zunächst fällt uns auf, dass viele der Ausstellungsstücke aus Deutschland stammen. u. a. von Fraunhofer und Zeiss.

Einer der Räume ist mit einer "Himmelswand" ausgestattet. Durch drücken von verschiedenen Knöpfen leuchten die entsprechenden Sternbilder auf. Eine schöne Spielerei für mich. Reinhard beschäftigt sich mit den Teleskopen und anderen "Spielereien", die in diesem Raum zum Anfassen und Ausprobieren sind.

Im Turm befindet sich ein Zeiss-Teleskop, das auch für Publikum noch zum Einsatz kommt.
Wir verlassen den "Berg" und gehen zum Rathausplatz. Vor dem Rathaus (1789) befindet sich der Springbrunnen "Die küssenden Studenten".

Am Rathausplatz 18 steht das "Schiefe Haus".
Vorbei an der Johanniskirche (14. Jahrhundert) besuchen wir den botanischen Garten der Universität. Der kleine Park ist wirklich sehenswert mit seiner Pflanzenvielfalt.
Wir verlassen Tartu. Der Himmel ist inzwischen stark bewölkt und auf unserer Fahrt Richtung Süden tobt ein heftiges Gewitter um uns herum. An der 61 soll es bei Mammaste einen Campingplatz geben. Wir finden diesen Platz auch, jedoch ist er geschlossen. Da wir unterwegs schon ein Schild "Camping" gesehen hatten, drehen wir um und fahren ein paar km zurück. Hier biegen wir nach Tevaskoja ab. Nach 2,3km stehen wir vor dem Campingplatz. Die Rezeption ist nicht besetzt, aber ein Ehepaar, das hier ein Zimmer mieten möchte hat bereits bei der angegebenen Telefon-Nummer angerufen und die Dame ist auf dem Weg hierher.

Den Campingplatz, der in einem kleinen Wald liegt, haben wir ganz für uns. Es ist herrlich ruhig.

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